Neuer Blitzer für Lastwagen

(Extra-Tipp vom 24. August 2018) Mönchengladbach. Seit Mittwoch ist die neue Lkw-Blitzeranlage an der Aachener Straße auf der Mittelinsel in Höhe Engelsholt in Betrieb. Die Stadt will damit die Schadstoffbelastung mindern und nutzt ihre rechtlichen Möglichkeiten, die der Luftreinhalteplan vorsieht. Von der Redaktion

Auch wenn die Belastung durch Luftschadstoffe in Mönchengladbach seit in Kraft treten des Luftreinhalteplans im Jahr 2012 deutlich zurückgegangen ist, liegt der Messpunkt an der Aachener Straße in Holt im letzen Jahr noch mit 41 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft knapp über dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert von 40 Mikrogramm.

Die Anordnung eines Lkw-Durchfahrtsverbotes für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen aus Richtung Autobahn/Rheindahlen, das sowohl auf der Aachener Straße als auch auf der Bahnstraße gilt, hat bereits zur deutlichen Minderung der Schadstoffbelastung beigetragen. Leider wird das Durchfahrtsverbot von vielen Lkw-Fahrern immer noch missachtet. Letzte Erhebungen ergaben Zahlen von rund 400 Lastwagen pro Tag. Diese beeinträchtigen die Luftqualität immer noch mit nennenswerten Emissionen.

Dem begegnet die Stadt jetzt als eine der ersten Kommunen mit der rechtlich neuen Möglichkeit, eine stationäre Lkw-Blitzeranlage zur Einhaltung des Luftreinhalteplans einzurichten. Über den Abgleich mit der Fahrzeuggröße wird der „Blitzer“ ausgelöst. Per Laser werden die Umrisse des Fahrzeugs gescannt. Handelt es sich um einen Lkw, wird automatisch die Infrarotkamera ausgelöst und geblitzt. Dabei werden generell alle Lkw geblitzt, auch jene, die eine Berechtigung zur Durchfahrt haben wie Feuerwehr- und Rettungswagen sowie Busse. Eine entsprechende Auswertung der Fotos, ob die Durchfahrt zulässig war oder der Fahrer ein Bußgeld erhält, erfolgt anschließend im Ordnungsamt.

„Mit dieser innovativen Blitzeranlage ist es der Stadt möglich, das Lkw-Durchfahrtsverbot effektiver zu überwachen. Wir hoffen mit diesem Instrument im Interesse der Gesundheit der Anwohner eine deutliche Reduzierung der illegal durchfahrenden Lastwagen zu erreichen, um die Grenzwerte einzuhalten und ein Dieselfahrverbot zu verhindern“, sagt der Stadtdirektor und technische Beigeordnete Dr.-Ing. Gregor Bonin.

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